Kennen Sie das? Eine Sitzung jagt die nächste, Protokolle füllen digitale Ordner, doch am Ende bleibt alles beim Alten.Kennen Sie das? Eine Sitzung jagt die nächste, Protokolle füllen digitale Ordner, doch am Ende bleibt alles beim Alten.
In vielen Organisationen entsteht ein vertrautes Muster: Themen werden vorbereitet, besprochen und beschlossen. Protokolle dokumentieren Ergebnisse, Arbeitsaufträge werden verteilt. Einige Wochen später tauchen dieselben Fragen erneut auf.
Das betrifft nicht nur Verwaltungen. Auch im Mittelstand berichten Geschäftsführungen regelmäßig davon, dass Entscheidungen formal getroffen werden, im Alltag aber unterschiedlich ausgelegt oder erneut diskutiert werden.
Die Folge ist nicht nur Zeitverlust. „Unklare Entscheidungen erzeugen Dauer-Abstimmung, überlasten Führungskräfte und schwächen langfristig die Mitarbeiterbindung“, sagt der Unternehmensberater Rolf Dindorf aus Rheinland-Pfalz. Beschäftigte orientieren sich daran, ob Beschlüsse im Alltag tatsächlich gelten – nicht daran, was im Protokoll steht.
Das GILT-Prinzip als Prüfrahmen für Entscheidungen
Genau an diesem Punkt setzt das GILT-Prinzip an. Es beschreibt vier Voraussetzungen dafür, dass Entscheidungen tragfähig werden.
G – Geltung
Ist klar, dass eine Entscheidung verbindlich ist? Ohne geklärtes Mandat entstehen schnell unterschiedliche Interpretationen.
I – Information
Sind die relevanten Informationen vorhanden, um eine Entscheidung verantwortungsvoll zu treffen? Nicht Datenmenge, sondern Entscheidungsrelevanz ist entscheidend.
L – Logik
Ist die Entscheidung nachvollziehbar und in die Ziele der Organisation eingebettet? Wenn der Zusammenhang fehlt, sinkt die Akzeptanz.
T – Tragfähigkeit
Kann die Entscheidung unter realen Bedingungen umgesetzt werden – organisatorisch, wirtschaftlich oder politisch?
Das GILT-Prinzip ist kein weiteres Managementmodell. Es ist ein Prüfrahmen für die Statik von Entscheidungen. Dort zeigt sich, ob Führung handlungsfähig bleibt – und ob Mitarbeiterbindung mehr ist als ein gut gemeinter Vorsatz.
Denn am Ende entscheidet eine einfache Frage:
Gilt das – oder steht es nur im Protokoll?
Möchten Sie mehr über das GILT-Prinzip erfahren?
Nehmen Sie Kontakt zu Rolf Dindorf auf!
0631 6259657
Photo: iStock(c)
